Usbekistan oder endlich wieder Asphalt und eine westliche Zivilisation.

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Was Du über Usbekistan wissen solltest, falls du mit deinem eigenen Fahrzeug einreist:

  1. Die Usbekischen Grenzer nehmen ihren Job sehr ernst, sei also vorsichtig mit dem, was Du in das Land einführen möchtest. Per Gesetz dürfen keine Psychopharmaka, religiösen Bücher oder pornographisches Material mit im Gepäck sein. Praktisch heißt das, falls du nicht nur Aspirin und Immodium Akut  dabei hast und auch dein nettes Lächeln nichts hilft, kann es sein, dass deine restlichen Medikamente oder Packungsbeilagen  gegoogelt werden. Und das dauert! Ebenso kannst Du dich darauf einrichten, dass deine privaten Bilder oder Videos auf dem Handy und auf dem Laptop inspiziert werden. Allerdings geschieht das auf einer absolut höflichen und zuvorkommenden Art und Weise, wie schon gesagt, die Grenzer nehmen ihren Job sehr ernst, da hat auch Bestechung keine Chance. Ganz im Gegensatz zu den kasachischen Kollegen!
  2. Usbekistan ist ein Polizeistaat, alles und überall ist es absolut sicher, allerdings ist die Polizeipräsenz erdrückend. Gerade für uns Motorradfahrer sind die vielen Checkpoints eine Qual. Mitten in der Hitze heißt es vom Motorrad absteigen, registrieren und gute Miene zum bösen Spiel machen.
  3. Die Behörden möchten zu jeder Zeit wissen, wo Du dich aufhältst. Dafür haben sie die Registrierungspflicht erfunden! Jeder Tourist muss sich seine Nächte, die er irgendwo verbringt, quittieren lassen. Natürlich machen das nur autorisierte und nicht immer besonders erschwingliche Hotels. Für die Camper oder Revolutzer unter Euch, wir haben nur jede dritte Nacht offiziell verbracht und hatten bei unserer Abreise keine Probleme.
  4. Denk daran genug Geld für Deinen Aufenthalt einzupacken, in Usbekistan ist es extrem schwer an Bares heran zu kommen. Außer den 1-2 Geldautomaten in der Hauptstadt, die Visa lieber haben als MasterCard ist es nur mit einer Cash Advance möglich, Geld von der Bank abzuheben. Geld wechseln kannst Du fast überall, an jedem Bazar stehen Marktschreier, welche dir liebend gerne deine Dollars abnehmen würden oder aber Du gehst zu dem Metzger deines Vertrauens, das war nämlich unsere Wechselstube.

Hoffentlich haben wir Dich jetzt nicht von einer Reise nach Usbekistan abgeschreckt, denn trotz der Restriktionen ist das Land jede Reise wert!

Usbekistan ist das wohl „westlichste“ Land aller „-stan Staaten“, ebenso die Hauptstadt Tashkent, modern, aufgeräumt und sauber. Hier reichen Dir für die Bazarbesuche und die anderen Sehenswürdigkeiten 2- 3 Tage, allerdings ist Tashkent der perfekte Ausgangsort um einen Kurztrip in die Berge zu machen. Ca. 60 Kilometer nordöstlich befindet sich Chimgan. Hier erwartet Dich ein riesiger Stausee mit einer tollen Bergkulisse. Natürlich verfügt der Stausee auch über einige zugängliche Abschnitte zum Wasser, da darf der Badespaß nicht fehlen.

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Weitere Pflichtprogramme sind Samarkand, Bukhara und Khiva. Alle drei gehören zu den ältesten Städten der Welt. Bereits vor Jahrhunderten sind Händler und Reisende auf dieser Route entlang der sagenumworbenen Seidenstraße gewandelt. Die Reise in das Landesinnere ist wie eine angenehme Zeitreise in die Welt der Teppichhändler und Gewürzverkäufer des Orients. Faszinierende Paläste, Moscheen und Mausoleen wohin das Auge reicht. Sehr gerne stellen wir hierfür unsere Motorräder ab und schlendern durch die verwinkelten Gassen der sympathischen Städtchen.

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