Motorradreifen haben sich verändert

Motorradreifen im Wandel der Zeit (Quelle: www.bmw.de)

Es gibt sie in allen Größen, Formen und Farben – ob hochmodern, alt und chic oder einfach ganz persönlich, bei Motorrädern ist für jeden das richtige dabei. Doch nicht nur die Optik zählt: Um das volle Fahrvergnügen auszuschöpfen, muss auch bei den Reifen alles passen. Denn nur mit der richtigen Motorradreifeneifenart macht das Fahren richtig Spaß.

Es gibt verschiedene Arten von Motorradreifen. Abhängig von der Art der Maschine sind sie auf unterschiedliches Fahrverhalten ausgelegt. Auch das Gelände spielt bei der Wahl der Motorradreifen eine wichtige Rolle. Wie bei anderen Reifenarten auch, müssen aber vor allem die technischen Daten stimmen. Angaben zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit und maximalen Tragfähigkeit finden sich ebenso im Fahrzugschein, wie die passende Größe der Reifen. Bei vielen Motorrädern ist auch ein spezielles Reifenmodell vorgegeben, das optimal zum jeweiligen Motorrad passt. Will man ein anderes Modell benutzen, benötigt man dafür einen speziellen Freigabeschein, der meist auf den Herstellerseiten zum Ausdrucken bereit steht.

Diese Markenbindung sorgt unter Umständen für Probleme, beispielsweise wenn die Produktion bestimmter Reifen des Herstellers eingestellt wird. Durch die zunehmende Verbesserung aller Reifenarten ist es heute möglich, mit Reifen von fast jedem Hersteller sicher zu fahren, vorausgesetzt, man kauft die richtige Reifenart. Gegen einen Aufpreis kann man sich beim TÜV nach einer Fahrprobe neue Reifen in den Fahrzeugschein eintragen lassen.

Auch die Fahrgewohnheiten des individuellen Fahrers spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl der geeigneten Motorradreifen. Stimmen die Reifen nicht mit dem Fahrverhalten überein, kann dies zu übermäßig hohem Verschleiß und Kraftstoffverbrauch führen. Außerdem muss sich bei der Wahl die Frage nach den Anforderungen an den Motorradreifen stellen. Wird das Motorrad vorrangig bei bestimmten Wetterbedingungen gefahren, sollten die Reifen auf diese abgestimmt werden. Der Reifen sollte genau die Fahreigenschaften haben, auf die der Käufer besonderen Wert legt. Nur so ist eine entspannte und sichere Fahrt gewährleistet. Insgesamt lassen sich fünf Motorradreifenarten unterscheiden, die im Folgenden genauer erläutert werden.

Die verschiedenen Motorradreifenarten

Rennreifen sind auf maximalen Grip auch unter extremen Bedingungen ausgelegt. Ihr Halt ist auch noch bei starker Schräglage des Motorrades gewährleistet. Um ihre volle Funktion auszuschöpfen, müssen Rennreifen erst warm gefahren werden. Wichtig ist es, auf die Zulassung zu achten, denn die Rennreifen gibt es sowohl mit, als auch ohne Straßenzulassung. Außerdem unterscheiden sich die verschiedenen Reifen stark in ihren Profilen, die sogenannten Slicks haben gar kein Profil. Auch Unterschiede in den Gummimischungen gibt es beim Kauf zu beachten.

Sportreifen gelten als besonders sicher. Auch sie gewährleisten guten Grip in Schräglage und sorgen für ein stabiles und sicheres Handling. Darüber hinaus verbessern sie das Lenkverhalten. Sie brauchen, ähnlich wie Rennreifen einige Zeit, um auf ihre optimale Betriebstemperatur zu kommen. Außerdem punkten sie mit einer langen Laufleistung und geringem Kraftstoffverbrauch.

Touringreifen sind die Liberalen unter den Motorradreifen. Sie sind alltagstauglich, wetterfest und sicher. Die Reifen sind auf eine maximale Lebensdauer angelegt, sie überzeugen durch äußerst geringen Verschleiß und eine lange Laufzeit. Außerdem punkten sie durch ausreichend Grip, der für ein gutes Handling und eine präzise Lenkung sorgt, auch ohne warm laufen zu müssen. Sie fahren bei jedem Wetter und sind damit auch auf längeren Strecken bei möglichen Temperaturschwankungen die richtige Wahl.

Eine Verbindung aus Touring- und Sportreifen sind die Sporttouringreifen, die die besten Eigenschaften beider Motorradreifenarten kombinieren, ohne ihre Schwächen zu übernehmen. Das manifestiert sich zum Beispiel durch eine hohe Laufleistung bei Autobahn-Fahrten und guten Grip in Kurven. Auch die Haftung auf nasser Fahrbahn überzeugt, ebenso das sichere Handling und die präzise Lenkung. Die Mischung machts, und diese ist gelungen.

Offraodreifen haben ein auf schwierigen Untergrund optimiertes Profil. Große Profilblöcke und Stollen sollen den Reifen helfen, auch auf Offroadgelände Grip aufzubauen. Die Entwicklung auf dem Reifenmarkt hat auch die Offroadreifen straßentauglich gemacht. Mit gutem Grip und einem sicheren Handling punkten auch sie.

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